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Die Angst hat uns gepackt...

07.01.2017

Am Ende ist alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!

 

Die Fahrt von Denia ging weiter in Richtung Süden, nach Murcia. Wir informierten uns im Vornhinein im Internet über diese Region und fanden lauter positive Posts, wie z.B. „der beste Ort für das Wintercamping“ oder „ein traumhaftes Naturwunder“. Mit dieser Erwartungshaltung und voll Vorfreude fuhren wir in den Süden Spaniens und wurden leider enttäuscht. Besonders fielen uns die riesengroßen „Gemüsewüsten“ auf, kilometerlange und -breite Gemüseanbauflächen und Glashäuser.

 

Jedoch mussten wir irgendwo übernachten und haben uns deshalb einen Stellplatz über das Navigationsgerät rausgesucht. Schon nach den ersten Kilometern nach der Autobahnabfahrt hatten wir ein mulmiges Gefühl – die ganze Landschaft war sehr schmutzig, es sah so aus, als würden wir auf einer nicht enden wollenden Müllhalde herumfahren.

 

Und das Schlimmste daran war, dass inmitten dieser Müllhalde Gemüse angebaut wurde. Jeder Quadratzentimeter Erde wurde für Gemüse- oder Obstanbau gebraucht; da gab es keine Wälder oder Wiesen. Soweit das Auge reichte – es wurde angepflanzt was das Zeug hält.

 

Als wir unseren Stellplatz in einem kleinen Ort in Murcia näherkamen, bekamen wir es wirklich mit der Angst zu tun. Die verdreckten Straßenränder wiesen schon darauf hin und auch mein Gefühl sagte mir, dass in diesem Ort keine glücklichen Menschen leben können; wahrscheinlich war es eines dieser Dörfer, in denen die Tausenden unterbezahlten Feldarbeiter wohnen, die täglich auf den Plantagen gebraucht werden... Überall waren die Fenster und Türen mit Eisengittern verriegelt. Hier wollten wir nicht mal zum Tanken stehenbleiben – und schon gar nicht zum Übernachten! So waren wir heilfroh, als wir wieder aus diesem Ghetto rausgefunden haben.

 

Es wurde schnell dunkel und wir hatten noch keinen Platz zum Schlafen gefunden, denn in der Nähe dieses Ortes einfach auf einem Parkplatz stehenzubleiben wäre wirklich schwer fahrlässig gewesen. Darum suchten wir zum ERSTEN Mal einen Campingplatz auf. Es war mittlerweile 21:30 und stockdunkel als wir dort ankamen. Aber wir hatten Glück! Der Campingplatz hatte auch in den Wintermonaten geöffnet. Mir fiel ein Stein von Herzen, als wir nach einer achtstündigen Fahrt endlich an einem sicheren Ort Halt machen konnten.

 

 

Auf dem Campingplatz „La Manga Camping“ in Murcia blieben wir schließlich drei Tage. Die Zeit wurde genutzt um das Wohnmobil zu säubern, ein tolles Kochvideo für euch zu drehen (das ihr hier sehen könnt)

 

und um sich von der langen Reise zu erholen. Die Sanitärbereiche waren sehr sauber und die Angestellten bei der Rezeption sehr freundlich. Ansonsten war dieser Campingplatz nicht sehr überzeugend. Sehr viele Dauercamper und Einheimische haben sich dort niedergelassen und dadurch ein kleines Dorf gebildet. Über 1000 Stellplätze gab es dort und davon waren fast alle belegt.

 

Das Meer war, ebenso wie alles andere außerhalb des Campingplatzes, verdreckt und schaumig vom Industrieabwasser. Unser eigentlicher Plan, an die südlichste Spitze Spaniens zu reisen, konnte nicht umgesetzt werden, da die Region um Málaga um diese Zeit von wilden Stürmen und Hochwasser heimgesucht wurde.

  

Aufgrunddessen beschlossen wir, direkt in die Algarve nach Südportugal weiter zu cruisen. Ein weiterer Neun-Stunden-Trip führte uns an unüberschaubaren Salat-, Oliven- und Orangenplantagen vorbei. Wenn du dich jetzt fragst, woher der Salat in deinem Supermarkt kommt – wir können es dir sagen!

 

Wir haben uns im Internet ein wenig umgesehen, wo wir in Südportugal mit unserem „Crusi“ Wohnmobil stehen können, und haben uns dazu entschlossen, über die Feiertage auf dem „YELLOH! VILLAGE – TURISCAMPO“ Campingplatz in Lagos zu stehen, um von dort aus Südportugal zu erkunden und unsicher zu machen.

 

Somit kann ich nur sagen: ENDE GUT ALLES GUT! Dieser Campingplatz am südlichsten Eck von Portugal überzeugte uns gleich von Anfang an. Eine wunderschöne Anlage mit Swimming- und Whirlpool, neue, in wunderschönem Weiß gehaltene, perfekt ausgestattete Sanitäranlagen. Für Kinder gibt es hier eigene Duschen und WCs.

 

Zum Erkunden haben wir uns ein kleines Auto gemietet. Wir fuhren zum erstbesten Strand und „WOOOOOOWWWW!!!“ – diesen Moment werden wir nie vergessen. Der Strand und das Meer waren so atemberaubend schön – es war schon fast unwirklich, es glauben zu können, hätten wir nicht das Wasser auf unseren Beinen gespürt. Es fühlte sich an, als hätten wir das Paradies auf Erden gefunden.

 

Einen ausführlichen Bericht über das Paradies in der Algarve und wie 12 Menschen in einem Wohnmobil Silvester feierten, liest du in unserem nächsten „Täglich Vegan onTOUR Blog“.

 

Vielen Dank fürs Lesen!

 

Alles LIEBE die Fam. Tausendblatt – evelyn & daniel:pack Täglich Vegan

 

 

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